Miteinander

03.08.2020

Teamarbeit - wichtiger denn je

Krisen zu überstehen gelingt miteinander am besten. Sozialer Rückhalt, Verbundenheit und Zusammengehörigkeit sind wesentliche Resilienz-Faktoren. Das sind Faktoren, die dabei helfen belastende Situationen besser zu überstehen. Im Idealfall führen sie sogar zur Stärkung des Einzelnen und der gesamten Gruppe/des gesamten Teams.

 

Was brauchen wir dafür?

Je mehr Perspektiven zur Betrachtung einer Situation zur Verfügung stehen, desto umfangreicher und detaillierter wird das Gesamtbild. Die besonders wichtigen Aspekte sind schneller erkannt.
Das kennen Sie wohlmöglich von Fehler-Suchbildern. Oftmals bleiben einige wenige Fehler im Verborgenen. Selbst wenn es dem Einzelnen gelingt in einem weiteren Anlauf die restlichen Fehler doch noch zu entdecken, geht das gemeinschaftlich deutlich schneller. Warum ist das so? Jeder betrachtet die Dinge aus einer anderen Perspektive und fokussiert andere Dinge. In Krisenzeiten ermöglicht dieses Vorgehen, aus mehreren Lösungsoptionen eine gemeinsame und wirkungsvolle Vorgehensweise zu entwickeln.

 

Risiko!?

Die 2019 von der Sozialpsychologin Mariela Elena Jaffé und Teams der Universität Basel und Universität Koblenz-Landau durchgeführte Studie zur Erwünschtheit von „Diversität am Arbeitsplatz“ hat zum Ergebnis, dass Menschen Diversität eher bei anderen favorisieren als für sich selbst. Viele Manager, Abteilungsleiter und Geschäftsführer empfehlen ihren Kollegen Diversität bei der Auswahl ihrer Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Allerdings verzichten sie selbst, wider besseren Wissens, in ihrem eigenen Unternehmen darauf. Das liegt daran, dass sich Menschen, die ähnliche Ansichten vertreten, sich viel leichter und bequemer führen lassen. So kann ein gestecktes Ziel schneller erreicht werden. Es fehlt jedoch die kritische Reflexion im Hinblick auf den Weg und das Ziel.

 

Guter Umgang mit der (un)geliebten Diversität

Andere Blickwinkel zu entdecken setzt voraus, dass man sich selbst hinterfragt. Die bewusste Wahrnehmung der Begrenztheit der eigenen Person und der eigenen Kompetenzen erleichtert die Erkenntnis der sinnvollen Einbeziehung Anderer in Prozesse. Dafür ist ein Austausch notwendig, der die unterschiedlichen Sichtweisen verständlich macht. Dies geschieht über Kommunikation. Hier entscheiden Wahrnehmung und Wirkung der Einzelnen darüber, welche Sichtweise sich für alle Beteiligten am leichtesten nachvollziehen lässt und verfolgt werden sollte. Das gelungene Zusammenfügen der erfolgversprechendsten Aspekte ermöglicht die Konkretisierung des gemeinsamen Ziels und die bestmögliche Aufgaben- und Zuständigkeitsverteilung entsprechend der vorhandenen Expertisen.